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Orgelsituation in der Pfarrkirche St. Anna

Für die Anschaffung einer neuen Orgel existieren zahlreiche zentrale und unumstrittene Gründe.

Die Entstehungsgeschichte sowohl der Haupt- als auch der Altarorgel ab 1956 und im weiteren Verlauf des Ausbaues der Hauptorgel über viele Jahre war fortwährend mit großer Problematik behaftet. Vor allem das Konzept der Hauptorgel war unzureichend. Hinzukommende Finanzierungsschwierigkeiten erschwerten eine zufrieden stellende Lösung.

VerschiedeneHauptorgel St. Anna, Zustand 2005 Orgelgutachten in den Jahren 1992, 1995 und zuletzt im Mai 2004 bescheinigen einen sehr schlechten Gesamtzustand,  verursacht durch starken Verschmutzungsgrad, unzuverlässig funktionierende Elektrik, fehlende abgleichende Intonation, zu geringe und defekte Balganlage, zahlreiche Materialmängel, um nur einige wesentliche Aspekte zu nennen. Die Windladen verfügen über zu enge Maße und damit zusammenhängend zu enge Mensuren der Register. Die zu geringen Bemessungen stehen in einem Missverhältnis zur Kirchenraumgröße, wobei leider versucht wurde, die zu geringe Tragfähigkeit des Klanges durch Lautstärke zu ersetzen. Der Spieltisch ist in einem bedauernswerten Zustand. Störungen und Ausfälle machten in den letzten Jahren immer häufiger Reparaturen erforderlich und brachten die Organisten nicht selten fast zur Verzweiflung.

Mindestens eine Generalüberholung, die zwischen 80.000 und 100.000 € kosten würde, ist also unumgänglich. Diese Kosten stehen allerdings in keinem vertretbaren Verhältnis zum reellen Wert der Orgel sowohl in handwerklicher als auch in künstlerischer Sicht. Durch eine Generalüberholung würde das Instrument nicht in seiner mangelhaften Grundsubstanz verbessert, sondern lediglich auf fragliche Zeit in Funktion gehalten. Klangliche Mängel können dadurch nicht verbessert werden und neu hinzukommende technische Mängel sind vorprogrammiert.

Spieltisch der Hauptorgel St. Anna Die Überlegung eines Orgelneubaus muss zwangsläufig angestellt werden. Nur durch einen Neubau sind alle Mängel auf Dauer zu beseitigen. Die Wallfahrtskirche St. Anna in Düren mit ihrer derart hervorragenden und einzigartigen Stellung in der Region, ja innerhalb des Bistums Aachen und darüber hinaus, verfügt über eine überregional ausstrahlende Kirchenmusik.

Für eine Kirchenmusik derartiger Qualität beansprucht neben Chor- und Instrumentalmusik auch die Orgelmusik einen hohen Stellenwert, dem nur ein künstlerisch hochwertiges Instrument, was den Ansprüchen in der Liturgie und im Konzert adäquat gerecht wird, genügen kann.

Aufgrund des schlechten Gesamtzustandes der Orgel haben die zuständigen Gremien, Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand, die Anschaffung einer neuen Orgel entschieden. Sie soll so schnell wie möglich beschafft werden und der Bedeutung von St. Anna als der zentralen Stadtkirche Dürens gerecht werden. Die Wallfahrtskirche St. Anna hat schon seit dem Mittelalter eine herausragende und einzigartige Stellung in der Region, innerhalb des Bistums und weit darüber hinaus. Kunsthistorisch nimmt das von dem genialen Kirchenbaumeister Professor Rudolf Schwarz konzipierte Kirchengebäude in Deutschland und weltweit einen sehr hohen Rang ein. Im Herzen Dürens prägt der Kirchenbau das Stadtbild und strahlt eine starke Anziehungskraft aus. Dass ein derart bedeutungsvoller Kirchenbau nur ein so dürftiges Instrument beherbergt, gerade auch weil die Orgel aufgrund ihrer unnachahmlichen Klangfülle als die „Königin der Instrumente“ bezeichnet wird, soll deshalb bald der Vergangenheit angehören. Die unterschiedlichsten Stimmfärbungen von fröhlich bis traurig können von keinem anderen Musikinstrument auch wegen seiner unbegrenzten Improvisationsmöglichkeiten auch nur annähernd wiedergegeben werden. Ein schönes Gotteshaus einschließlich seiner Innenausstattung symbolisiert das himmlische Jerusalem und trägt sowohl optisch als auch akustisch auf unvergleichliche Weise zum Gotteslob bei.

Kirchenmusik stellt seit jeher ein wesentliches Instrument bei der Verbreitung des christlichen Glaubens dar und verfügt in St. Anna über eine langjährige Tradition. Für die Kirchenmusik wiederum stellt eine künstlerisch hochwertige Orgel eine unverzichtbare Voraussetzung dar, um den Ansprüchen in der Liturgie und im Konzert gerecht zu werden. Darüber hinaus stellt St. Anna mit seiner vielfältigen und anspruchsvollen Kirchenmusik einen wichtigen Baustein im kulturellen Leben der Stadt Düren dar.

Die Nutzungszeit einer neuen Orgel kann bei entsprechender Pflege und Wartung mehrere hundert Jahre betragen. Auch aus diesem Grund ist nur die Anschaffung einer technisch sowie künstlerisch hochwertigen Orgel angemessen. Die Vorauswahl der Orgelkategorie ist bereits getroffen. Zurzeit wird eine Marktanalyse von Fachleuten u.a. dem Orgelbausachverständigen des Bistums durch Besichtigung verschiedener Orgeln und Orgelbauer erstellt. Nach Angebotseinholung und -verhandlung soll im Herbst 2005 die Auftragserteilung für ein der Größe des Kirchenraumes angemessenes Instrument mit ca. 50 Registern erfolgen. Auch das äußere Bild der Orgel (Orgelprospekt) soll ästhetisch hohen Ansprüchen genügen. Die Finanzierung wird ausschließlich über nicht kirchliche Quellen erfolgen. Bestehende Initiativen und soziale Verpflichtungen der Pfarre St. Anna werden also nicht beeinträchtigt. Deshalb sind wir umso mehr auf die breite Unterstützung durch Spenden angewiesen. Auch ein noch so kleiner Betrag bringt uns dem Ziel entgegen. Die bisherigen Schätzungen belaufen sich auf Kosten von ca. 750.000 Euro. Circa 300.000 Euro werden bereits zweckgebunden durch die Bauhütte St. Anna verwaltet. Für die Übernahme einer Patenschaft, mit der Sie die Anschaffung der neuen Orgel über einen Zeitraum von drei Jahren unterstützen, oder eine einmalige Spende, wird Ihr Name auf einer Rolle - analog einer Grundsteinlegung - verewigt und in einer Festschrift veröffentlicht werden. Zahlungen erbitten wir an die Bauhütte St. Anna, Kontonummer 373910 bei der Sparkasse Düren, BLZ 39550110, Verwendungszweck - Orgelneubau.

Disposition der Hauptorgel
Hauptwerk (I, C-g³) Positiv (II, C-g³) Schwellwerk (III, C-g³) Pedal (C-f')
Gedacktpommer 16' Holzgedackt 8' Holzflöte 8' Principalbaß 16'
Principal 8' Quintade 8' Violflöte 8' Subbaß 16'
Gemshorn 8' Blockflöte 4' Schwebung 8' (ab c°) Oktavbaß 8'
Oktave 4' Prinzipal 2' Hornprinzipal 4' Gedacktbaß 8'
Rohrflöte 4' Nasat 1 1/3' Koppelflöte 4' Choralbaß 4'
Quinte 2 2/3' Scharf IV Nasat 2 2/3' Quintade 2'
Superoktave 2' Krummhorn 8' Traverse 2' Hintersatz V
Sesquialter II Terz 1 3/5' Fagottbaß 32'
Mixtur V Tremolo Mixtur IV Posaune 16'
Trompete 8' Basson 16' Baßtrompete 8'
Helltrompete 4' Trompette harm. 8'
Clairon 4'
Tremolo
Koppeln: II-I
III-I
III-II
I-P
II-P
III-P
III-P Super
Disposition der Altarorgel
Altarorgel St. Anna, Zustand 2005
Manual I (C-g³) Manual II (C-g³) Pedal (C-f')
Offenflöte 8' Gedackt 8' Gedacktbaß 16'
Principal 4' Spillpfeife 4' Gedacktbaß 8'
Kleinmixtur II Principal 2'
Octävlein 1'
Koppeln: II-I I-P
II-P
Die Altarorgel verfügt über einen eigenen Spieltisch im Seitenschiff. Sie ist auch über den Spieltisch der Hauptorgel bedienbar und dort an die ersten beiden Manuale und das Pedal angekoppelt.

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